Winterharte Pflanzen: Ein Ratgeber

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Die winterharte Pflanze Kleiner Winterling im Rampenlicht
Lesedauer: 3 Minuten
Aktualisiert am

Viel mehr Pflanzen sind in unserem Breitengrad winterhart, als man erwarten würde. Natürlich spielt das Kleinklima eine Rolle – also ob die Pflanze ungeschützt vor Wind und Wetter mitten im Garten steht oder durch eine Hecke oder Hauswand geschützt wird.
Einige winterharte Pflanzen haben spezielle Strategien entwickelt, um die kalte Jahreszeit unbeschadet zu überstehen. So lassen bestimmte Laubgehölze ihre Blätter fallen, um kein Wasser mehr in die Krone transportieren zu müssen. Wiederum andere, z. B. Einjährige, streuen ihre Samen vor dem Absterben ab, um nach dem Winter Sprösslinge wachsen zu lassen. Wir klären auf, welche Pflanzen bei uns winterhart sind und was ihr über sie wissen müsst.

Winterhärtezonen und winterharte Pflanzen

Es ist zwar keine Überraschung, aber gesagt werden muss es dennoch: Ob eine Pflanze winterhart ist, hängt von ihrem Standort ab. Auf Meereshöhe herrschen andere Faktoren bezüglich Niederschlag, Temperatur und Sonnenlicht, als z. B. im Hochgebirge. Darum sind Pflanzen mit einem Winterhärtegrad je nach Winterhärtezone ausgezeichnet. Grundsätzlich lässt sich sagen, ist eine Pflanze laut Angabe für deine Zone winterhart, liegt ihre Überlebenswahrscheinlichkeit bei 80 %. Wie bereits erwähnt, hat auch der genaue Standort im Garten einen Einfluss auf die Pflanze.

Wieso sind manche Pflanzen winterhart?

Zu den bekanntesten winterharten Pflanzen zählen die Zwiebelblumen – also Schneeglöckchen, Tulpen, Osterglocken, Märzenbecher und Hyazinthen. Sie lassen ihre Blätter absterben und lediglich die Wurzeln unter der Erde den Winter überdauern. Genau dieselbe Strategie benutzen auch winterharte Gräser und Stauden, die krautige Triebe bilden, z. B. die Pfingstrose und der Salbei.
Bäume wie die Buche werfen ab Oktober Laub ab, das nicht mehr mit Wasser versorgt werden muss. So schützt sich der Baum erfolgreich vor Frostschäden.

Wie winterharte Pflanzen schützen?

Wirklich winterharte Pflanzen benötigen keinen zusätzlichen Schutz. Allerdings zeigen sich einige dankbar, wenn ihr euch ein wenig um sie kümmert. Nicht immer ist es die Kälte bzw. der Frost, der bestimmten Pflanzen zu schaffen macht. Zu viel Nässe kann ebenfalls ein Problem darstellen.

Mediterrane Halbsträucher wie Rosmarin und Lavendel verpasst ihr einen hilfreichen Schutz vor Nässe durch Auflegen von Tannenreisig.
Junge Obstbäume profitieren von einem Kalkanstrich, der ein Reißen der Rinde verhindert. Treffen nämlich warme Sonnenstrahlen in der kalten Jahreszeit auf frostige Rinde, bricht sie eventuell auf. Sackleinen und Rohrmatten können hier auch Abhilfe schaffen.
Immergrüne Pflanzen sehen sich mit einem anderen Problem konfrontiert: Das Wasser in ihren Blättern verdunstet auch während des Winters, kann aber kein weiteres mehr aufnehmen, wenn die Erde gefroren ist. Empfehlenswert ist hier eine ca. 30 cm dicke Mulchschicht, die den Boden länger frostfrei hält.
Stauden und Gehölze, die in Töpfen ganzjährig im Garten stehengelassen werden, benötigen ebenso Zuwendung. Sie stopft ihr am besten mit dicken Bastmatten aus, um sie vor der Kälte zu schützen.
Auch im Steingarten müssen Vorkehrungen getroffen werden! Alpine Stauden schützen sich normalerweise durch eine mollige Schneedecke. Diese kann ersetzt werden durch eine Abdeckung mit Reisig.

Tannenreisig um winterharte Pflanzen zu schützen

Winterharte Pflanzen: Welche gibt es?

 

Gehölze

  • Eibe
  • Buchsbaum
  • Europäische Stechpalme
  • Kirschlorbeer
  • Wintergrüne Eiche
  • Immergrüne Magnolie

 

Stauden

  • Vergissmeinnicht
  • Sonnenhut
  • Herbst-Anemone
  • Glockenblume
  • Herbstastern
  • Christrose
  • Pfingstrose
  • Storchschnabel
  • Katzenminze
  • Kakustvergissmeinnicht

 

Gräser

  • Chinaschliff
  • Moor-Reitgras
  • Blauschwingel
  • Japan-Segge
  • Rutenhirse
  • Waldschmiele

 

Kübelpflanzen

  • Scheinbeere
  • Echter Lavendel
  • Fächerahorn
  • Hortensie
  • Purpurglöckchen
  • Schneeheide
  • Zwergkiefer
  • Fingerstrauch

 

Zwiebelblumen

  • Osterglocke
  • Kleiner Winterling
  • Schneeglöckchen
  • Elfen-Krokus
  • Alpenveilchen
  • Märzenbecher
  • Blaustern
  • Dichternarzisse

Winterharte Krokusse wachsen aus dem Schnee

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