Gartenschaufel liegt auf einem Tisch gefüllt mit Erde
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Jetzt ist der Herbst endgültig in unseren Gärten angekommen. Doch auch wenn die Natur sich so langsam zurückzieht und zur Ruhe findet, sind wir fleißigen Gärtner umso umtriebiger. Bevor wir wie Hase und Igel gute Nacht sagen können, gibt es noch einiges zu tun. Schneiden, Setzen, Graben und so weiter und sofort warten nur darauf sorgfältig erledigt zu werden. Je gründlicher ihr dabei vorgeht desto einfacher wird es im Frühjahr. Nicht nur für euch, sondern auch für eure Pflanzen. Welche Arbeitsaufträge der Oktober für euch bereithält, haben wir hier für euch zusammengetragen.

Das Offensichtliche – Laub entfernen

Wenn ihr viele Laubbäume um oder auf eurem Grundstück habt, ist das jährliche Laubharken eine der offensichtlich anfallenden Arbeiten. Wir plädieren hier tatsächlich zum Laubfeger und nicht zur maschinellen Entfernung der Blätter. Der nachbarschaftliche Frieden wird so nicht gestört, ihr haltet euch länger an der frischen Herbstluft auf und betätigt euch körperlich. Habt ihr natürlich einen Garten mit imperialen Ausmaß, kommt man um die maschinelle Lösung wohl kaum herum. Grundsätzlich reicht es, wenn ihr die Blätter ca. alle zwei Wochen entfernt. Wenn sie besonders dicht fallen, müssen sie öfter weg. So hübsch wie das bunte Laub auch aussieht, fällt es auf eure Hecken, muss es so bald wie möglich entfernt werden. Zu lang liegengelassen und eure Hecke bekommt kahle vielleicht sogar faulige Stellen, durch zu viel Feuchtigkeit und zu wenig Licht.

Letzter Aufruf für die Ernte

Rüben, Sellerie, Gurken usw. könnt ihr jetzt ernten. Noch grüne Tomaten können gepflückt und an einem sonnigen Plätzchen im Haus, zum Nachreifen, platziert werden. Rosenkohl ist ein guter Kandidat dafür noch auf den ersten Frost zu warten. Einmal ordentlich durchgefroren entfaltet dieser erst so richtig seine Aromen. Habt ihr euer Hochbeet abgeerntet, achtet unbedingt darauf, dass die Bewässerungsschläuche vor dem ersten Kälteeinbruch wasserfrei sind. Anschließend könnt ihr es mit einer wasserdurchlässigen schwarzen Folie abdecken. Diese stellt sicher, dass sich unter der Folie kein Schimmel bildet und hält das wenige Sonnenlicht fern, in dem sich Unkräuter pudelwohl fühlen.

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Das muss richtig Zwiebeln – Frühblüher

Der Herbst ist genau die richtige Jahreszeit die Blütenpracht im kommenden Frühjahr zu planen. Ihr könnt eure Frühblüher gestaffelt und in kleinen Grüppchen einpflanzen. Das macht das Mähen im Frühjahr einfacher und sieht besser aus. An dieser Stelle haben wir für euch schon einmal einen ausführlichen Artikel zu dieser Thematik verfasst. Folgt einfach dem Link zum Blogbeitrag darüber, wie ihr euren Garten winterfest macht, um mehr zu erfahren. Wollt ihr eure Frühblüher am Balkon einsetzen, müsst das jetzt noch nicht tun.

Tipp: Setzt ihr eure Zwiebeln im warmen Wohnzimmer in den Kübel ein, wenn es draußen noch fröstelt, könnt ihr die Blüte um einige Wochen nach vorn verlegen.

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Bäumchen wechsle dich – Bäume pflanzen

Junge Gehölze und Obstbäume können jetzt gepflanzt oder umgesetzt werden. Sind eure Schösslinge nicht älter als 5 Jahre, könnt ihr diese im Regelfall noch problemlos umpflanzen. Diese Maßnahmen solltet ihr planen nachdem sämtliches Laub gefallen ist. So kann die Pflanze ihre ganze Energie und die herbstliche Restwärme in die Ausbildung neuer Faserwurzeln investieren. Der Vorteil ist, dass eure Bäumchen gestärkt ins neue Jahr starten können und sich nicht durch die immer trockener werdenden Frühlingsmonate kämpfen müssen. Wenn ihr außerdem noch darauf achtet eure Obstbäume möglichst vielfältig zu pflanzen (also Früh-, Mittelfrüh- und Spätblüher) wirkt sich dies positiv auf deren Befruchtung und Ertrag aus.

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Kahle Stellen – Rasenpflege

Der Oktober gibt euch die letzte Chance kahle Stellen in eurem Rasen zu beseitigen. Dazu müsst ihr lediglich den Boden lokal mit einem Vertikutierer oder einem Rechen anrauen und die Stelle mit der möglichst gleichen Rasenmischung besäen die ihr auch drumherum verwendet habt. Zum Abschluss kommt eine dünne Schicht Humus und ordentlich Wasser über die Aussaat. Fertig. Sind größere Stellen zu behandeln, solltet ihr das in den Frühling verschieben. Wie ihr euren Rasen richtig pflegt, haben wir ebenfalls schon in einem ausführlichen Artikel für euch zusammengefasst. Einfach dem Link folgen: Rasenpflege – so geht’s.

Eine warme Decke – Mulchen

Mulch, der häufig nach dem Beschnitt eurer Pflanzen übrigbleibt, kann super als Kälteschutz für offene Flächen genutzt werden. Außerdem verrottet das pflanzliche Material zu einem nährstoffreichen Humus, der dann euren Pflanzen zu Gute kommt. Bei Gräsern und Stauden könnt ihr mit dem Beschnitt allerdings warten. Ihre dichte Struktur bietet vielen Kleinstlebewesen einen Unterschlupf für den Winter und am Teich verhindern sie zum Teil, dass Laub ins Wasser geweht wird.

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Kampf dem Unkraut und der Schneckenplage

Eure Beete solltet ihr idealerweise nun auch von etwaigen Unkräutern befreien, bevor diese ihre Samen verlieren. Mit dem Auflockern der Erde solltet ihr allerdings noch warten. Große luftige Spalten sind ein einladendes Plätzchen für Schnecken aller Art. Die Erdspalten bieten ein super Versteck zum Überwintern und für die Eiablage. Darum empfehlen wir euch, eure Beete erst beim ersten Frost umzugraben. In der Kälte sucht keine Schnecke mehr ein lauschiges Plätzchen und die kalten Temperaturen helfen, gerade schweren Lehmböden, sich bis ins Frühjahr aufzulockern. Ihr kennt den Effekt sicher von porösen Gestein, dass bei Frost plötzlich aufplatzt. Diese Wirkung macht ihr euch nun zu Nutze und habt im kommenden Jahr einen wunderbar lockeren Boden.

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