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Zaun & Garten für Igel absichern – Schutzmöglichkeiten im Überblick

Die Tage werden kürzer und die Nächte werden kälter. Immer häufiger sieht man jetzt wieder stachelige Kerlchen durch die Gärten unserer Häuser ziehen. Der Igel treibt sich wieder herum und ist noch auf der Suche nach einem Winterunterschlupf und Nahrung. Dabei legt er schon mal Strecken von bis zu 3 km zurück. Wir zeigen euch, wie ihr euren Garten und Zaun igelfit und sicher macht!

Den Garten igelsicher machen – Das ist zu beachten

Auf der Suche nach dem letzten Snack und einem geeigneten Ort für den Winterschlaf sehen die kleinen Stacheltiere oft unbedarft und hilfsbedürftig aus. Doch nicht jeder Igel ist auf unsere direkte Hilfe angewiesen. Besser ist es, wir schaffen ihm eine Umgebung in der er es allein durch die Wintermonate schafft.

Je abwechslungsreicher ein Garten gestaltet ist, desto umfangreicher fällt der Speiseplan des Igels aus. Ein Garten alleine reicht ihm niemals als Lebensraum aus. Igelreviere können bis zu 100 Hektar umfassen. Mehrere Igel können problemlos den gleichen Garten besuchen, ohne in Streit zu geraten. Vorausgesetzt, sie kommen überhaupt in einen Garten hinein. Es ist also notwendig, dass ihr bei eurem Zaun geeignete Durchlässe schafft. Ein Loch von etwa 13 mal 13 Zentimetern genügt. Groß genug für den Igel, aber zu klein für Hund und Katz. Achtet jedoch darauf, dass sich die Tiere nicht an hervorstehenden Drahtenden oder spitzen Kanten verletzen können. Drahtgeflechte sind daher eher hinderlich. Zäune mit einem breiten Lattenabstand oder Gartentüren, die in einer entsprechenden Höhe platziert werden, lassen eurem Igel hingegen genug Bewegungsfreiraum. Hat der Igel den Durchgang einmal benutzt, merkt er sich die Lage und findet ihn immer wieder. Wenn der Igel nun euren Garten entdeckt hat, gibt es 3 wichtige Punkte, die ihr bezüglich eures Garten beachten solltet:

Hecke pflanzen

In Hecken finden Igel Raum für Wurf- und Winternester. Hier Laub- und Reisighaufen aufschichten und liegenlassen. Eine undurchdringliche Hecke aus heimischen Gehölzen schützt den Igel vor neugierigen Haustieren.

Igelfreundliche Hecken bilden zum Beispiel: Kornelkirsche, Flieder, Gemeiner Schneeball, Roter Hartriegel, Holzapfel, Strauchmispel, Wildrose, Eberesche, Pfaffenhütchen, Liguster, Haselnuss, Schwarzer Holunder.

Auf Chemie verzichten

Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel wie Schneckenkorn und Rattengift sowie Pestizide und Kunstdünger vernichten die natürlichen Nahrungsgrundlagen der Igel. Gerade der im Schneckenkorn verbreitete Wirkstoff Metaldehyd kann auch anderen Tieren schaden.

 

Wasserstelle einrichten

Igel benötigen immer frisches Trinkwasser. Gleichzeitig können ungesicherte, steile Wasserbecken, Teichschalen und Teichböschungen zu tödlichen Fallen werden. Igel sind keine ausdauernden Schwimmer. Finden sie keinen geeigneten, flachen Ausstieg, ertrinken sie. Nicht nur für Igel sollten Gartenteiche deshalb eine möglichst flache Böschung besitzen. Gefährliche Wasserstellen könnt ihr mit einem schräg ins Wasser ragenden Brett – am besten noch mit Querlatten wie bei einer Hühnerleiter – entschärfen.

 

Zaun und Garten habt ihr mit diesen Tipps und Tricks igelgerecht gestaltet. Im nächsten Schritt erklären wir euch, wie ihr eurem Igel eine igelgerechte Behausung schafft.

Das Igelhaus – Wichtige Tipps

Ihr habt einen eher durchdesignten Garten, der nicht besonders reich mit Laub und Reisig ausgestattet ist? Kein Problem. Auch euer Tierschützerherz kann etwas für den Igel tun. Ein selbstgebautes Holzhäuschen für Igel, in einer ruhigen Ecke platziert, wird ebenso gern angenommen. Anleitungen dafür gibt es reichlich im Internet. Mit einem abgetrennten Bereich zum Schlafen, gut mit weichem Stroh gepolstert und nicht in einer Kuhle stehend, wird sich auch euer Igel dort pudelwohl fühlen. Aber bitte schaut nicht jeden Tag nach, ob auch ein Igel in euer Häuschen eingezogen ist. Besser ist es ein wenig glattgestrichenen Sand vor dem Eingang zu verteilen. Sind Spuren im Sand, hat euer Haus einen neuen Bewohner gefunden.

Fütterung von Igeln – Worauf ihr achten müsst

Igel während einer üppigen Vegetationsperiode zu füttern ist unnötig und kontraproduktiv. Ausnahme ist die nahrungsarme Zeit: kurz nach dem Erwachen im zeitigen Frühjahr und im Herbst nach einem verfrühten Wintereinbruch. Findet der Insektenfresser keine natürliche Nahrung, hilft ihm eine Futterstelle. Und das Gourmet-Menü für unseren stacheligen Freund sieht folgendermaßen aus:

  1. Leitungswasser, KEINE Milch. Igel vertragen die Laktose nicht.
  2. Katzenfutter, feucht oder trocken. KEIN Hundefutter, Igel können die vielen Kohlenhydrate nicht verdauen.
  3. In Ausnahmefällen geht auch eine Portion ungewürztes Rührei.

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Achtet ihr auf alle beschriebenen Punkte, wird sich euer Igel im Frühjahr und Sommer als dankbarer Schnecken-Vertilger erkenntlich zeigen. Ein neuer großartiger Verbündeter im Kampf gegen die ungeliebten Schädlinge im Garten Ihr habt selbst schon Erfahrungen mit Igeln im Garten gemacht und habt noch den ein oder anderen Tipp? Dann nichts wie los! Kommentiert und teilt eure Erkenntnisse mit uns!

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