Ostereier natürlich färben – Die DIY Alternative!

Ostern steht vor der Tür und die bunten Ostereier sind, dem umtriebigen Osterhasen sei dank, wieder tausendfach im Umlauf. Sei es als Geschenk an die vielen Ratschenkinder oder zum sonntäglichen Osterschinken. Und fürs Eierpecken muss man natürlich auch gewappnet sein. Deshalb färben wir heue unsere Eier selbst. Und noch dazu ganz natürlich mit Pflanzenfarben! Wir zeigen euch wie leicht das geht! Jedes gefärbte Ei wird so zum Unikat. Der Bastelspaß für die ganze Familie. Der Osterfrieden kann kommen. 😉 Los geht’s!

Bunte Eier gehören einfach zu Ostern und damit zum Frühling – und das bereits seit etwa 4.000 Jahren. Groß und Klein haben Freude daran, Ostereier zu bemalen und zu verzieren, sich gegenseitig damit zu beschenken oder bunte Osternester im Garten zu suchen. Greenpeace testet jedes Jahr vor Ostern gefärbte Eier und Farben zum Selberfärben. Bei den Farben zum Selberfärben sind im Handel noch etliche Produkte erhältlich, die gesundheitlich bedenklich sind. Außerdem machen die Wirkstoffe nicht bei der Eierschale Halt, sondern dringen ins Ei ein. Infos findet ihr auf der Marktcheck-Seite von Greenpeace.

Ihr wollt nicht auf gekaufte Farben oder bereits gefärbte Eier aus dem Geschäft zurückgreifen, sondern eine echte Alternative. Und diese Alternative heißt : NATÜRLICHE PFLANZENFARBEN

Vorbereitung für Pflanzenfarben – Must Haves

Hier eine kleine Liste der Dinge die man sich vor der Arbeit schon einmal herrichten sollte. Man benötigt:

  • einen alten Kochtopf
  • einen Schöpfer bzw. Schöpflöffel (um die gefärbten Eier sauber herauszuholen)
  • etwas Essig (zB. Apfelessig) zum Reinigen der Eier vor dem Färben.
  •  Freiland-Eier: Wenn schon natürlich gefärbt wird, dann auch Eier aus Freilandhaltung.

Nachdem diese Vorbereitungen von euch getroffen wurden, habt ihr nun die Qual der Wahl. Welche Farben sollen eure Ostereier haben?

Die Vielfalt der der Pflanzenfarben

Wir geben euch hier eine kleine Orientierungshilfe für die verschiedenen Ausgangs-Substanzen: Gemüse (ca. 200 g) etwa 45 min kochen. Beeren, Blätter oder Schalen (ca. 100 g) 1 Stunde lange kochen und 1 Stunde ziehen lassen. Tee und Kaffee (50 g) für ungefähr 45 min kochen. Farbpulver aus Apotheke, Bioladen oder Reformhaus (ca. 4 TL) ca. 30 min lange kochen. Fertige pure Säfte können auch zum Färben verwendet werden.

Rote Eier

  • Rote Rübe (Rote Beete) – rot violett
  • Rotkraut (Rotkohl) – rot violett
  • rote Zwiebelschale – rot braun

Blaue / Violette Eier

  • Holunderbeere – blau schwarz
  • Heidelbeeren (getrocknet) – blau violett
  • schwarze Johannisbeere- dunkles violett

Grüne Eier

  • Spinat – dunkles Grün
  • Brennnessel – gelbgrün
  • kalter Matetee

Gelbe Eier

  • Kurkuma – gelb (ca. 10 g in 1/2 l Wasser)
  • Johanniskraut – gelbgrün – hellgelb (ca 10 EL in 1/2 Wasser)
  • Birkenblätter – hellgelb (40g in 1 l Wasser)

Orangefarbene Eier

  • Karotte – orange

Braun gefärbte Eier

  • Kaffee
  • schwarzer Tee

 

So funktioniert´s:

  1. Farbsud vorbereiten
  2. Eier kochen
  3. Die noch warmen Eier in den Farbsud geben
  4. Für mindesten 30 Minuten ziehen lassen

 

Tipp: Je wärmer der Farbsud und die Eier sind, desto besser und intensiver wird das Farbergebnis. Je nach Ei könnt ihr die Zeit im Farbsud verlängern. Manche Färbeprofis lassen die Eier schon mal 3 Stunden im Sud „ziehen“. Nach dem Färben kannst du die Bio-Eier mit etwas Fett (Schmalz, Öl oder Butter) auf Hochglanz bringen. Gib etwas Fett auf ein weiches Tuch und reibe damit die Eier ein.

 

 

Weiße oder braune Eier? – Das ist hier die Frage!

Ihr könnt  sowohl weiße als auch braune Eier zum Färben verwenden. Weiße Eier bringen eher leuchtende oder hellere Farbnuancen zum Vorschein. Braune Eier werden eher dunkler im Ton, können aber wie bei dem Färbesud aus Rotkraut eine graue Färbung erhalten. Mit Kurkuma ergeben braune Eier einen besonders schönen Orangeton.

Tipps und Tricks

Mit Essigwasser entfernt ihr  das aufgestempelte Mindesthaltbarkeitsdatum schnell und einfach. Vermeidet jedoch eine zu lange Essigbehandlung, sie kann das Färbeergebnis trüben oder gar ganz unmöglich machen. Gießt bitte das Färbewasser nicht weg sondern kocht es noch einmal kurz auf und füllt es in Einmachgläser, oder friert es einfach ein. So hält der gefärbte Sud noch einige Wochen und Ihr könnt damit natürlich auch andere Dinge färben, wie z.B. T-Shirts, Tücher oder auch Wolle.

 

Und jetzt los! Der bunte Farbspaß wartet auf euch! Wer wohl die schönsten Exemplare anfertigt? Schickst uns einfach eure Kreationen oder postet sie auf Facebook! Wir freuen uns darauf!

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