Ein Mann kniet beim Reifen, daneben ist ein Wagenheber, der das Auto anhebt

Reifen wechseln – So wird´s gemacht!

Wie jedes Jahr müssen wir uns im Herbst mit der Winterreifenpflicht für unsere Autos beschäftigen. Diese gilt in Österreich vom 1. November bis 15. April. Während einige Menschen bereits die Autowerkstätte mit der Aufgabe des Reifenwechselns beauftragen, gibt es auch die Fraktion “Selbermachen”! Und genau dieser wollen wir uns in dieser Blogbeitrag widmen. Wir üben also das selbstständige Reifen wechseln an euren Autos. Worauf ist zu achten? Was ist wichtig und was kann vernachlässigt werden? Außerdem erfährt ihr alles zu unserer Vignetten-Aktion 2020!

Carport als perfekter Unterstand zum Reifen wechseln

Meist ist es ja so, dass die Temperaturen Ende Oktober eher im niedrigen, einstelligen Bereich angesiedelt sind. Wenn nun auch noch der kalte Wind eine Rolle spielt, ist die Motivation zum Reifenwechseln wieder dahin. Ganz anders sieht die Situation aus, wenn das eigene Auto im Carport steht. Geschützt vor Wind und Wetter, optisch macht es etwas her und außerdem noch langlebig. Das GUARDI-Carport Pantheon erfüllt diese Eigenschaften. Doch nicht nur das: Durch den eingebauten Geräteraum könnt ihr automatisch eure Reifen dahinter wetterfest verstauen.

Das Carport Pantheon ist montiert auf Pflastersteinen, daneben sind Müllboxen zu sehen

Bedienungsanleitung lesen – Wagenheber richtig ansetzen

Auch wenn es nicht jeder gerne lesen will: es macht durchaus Sinn, die Bedienungsanleitung vorab schon einmal durchzulesen (in dem Fall reicht das Kapitel mit dem Reifenwechseln). Warum? Weil es ganz wichtig ist, wie ihr den Wagenheber bei eurem Auto ansetzt. Meist gibt es bestimmte Punkt neben jedem der Kotflügel, die sich je nach Modell aber unterscheiden können. Was passiert nun, wenn es falsch gemacht wird? Dies könnte mehrere Folgen haben:

  • Die Sicherheit ist nicht mehr gewährleistet – das Auto kann auf die Achse fallen und euch auch verletzen
  • Der Unterboden eures Autos kann beschädigt werden, indem es verbogen wird
  • Der Wagenheber kann beschädigt werden, wenn er falsch verwendet wird
  • etc.

Welche Reifen sind erlaubt?

Bevor nun die Reifen gewechselt werden, müsst ihr kontrollieren, ob die Winterreifen überhaupt für den kommenden Winter geeignet sind. In Österreich gibt es hierbei gesetzliche Mindestgrenzen, die jeder Reifen aufweisen muss. 4 mm sollten es mindestens bei Radialreifen (häufigste Reifenbauart) sein, 5 mm bei Diagonalreifen. Dies gilt auch für sogenannte Ganzjahresreifen oder Winterkompletträder, die für die Verwendung als Schnee- und Matschreifen bestimmt sind. Diese sind mit der Aufschrift “M+S”, “M.S.” oder “M&S” versehen. Auch abgebildete Schneeflocken auf den Reifen zeigen einen Winterreifen an.

Weitere Bestimmungen: Eure Reifen dürfen keine mit freiem Auge sichtbaren, bis zum Unterbau des Reifens reichende Risse oder Ablösungen der Lauf- oder Seitenwände aufweisen. Außerdem müssen Indikatoren vorhanden sein, um die Mindestprofiltiefe erkennen zu können.

Beschriftung von Winterreifen M und S
Diese Beschriftung zeigt die Identifikation von Winterreifen an (M=Matsch, S=Schnee)

Ablauf beim Reifen wechseln – Reifenrichtung beachten

Nun, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, könnt ihr mit dem Wechseln starten. Am besten ihr tragt dabei Handschuhe und Arbeitskleidung. Sucht bei den Winterreifen auf der Seite eine Markierung, die die Laufrichtung der Reifen anzeigt. Ein Pfeil zeigt also in jene Richtung, die der Reifen beim Vorwärtsfahren einschlägt. Ob jener Reifen nun vorne und hinten montiert gehört, liegt bei euch: Grundsätzlich sollte der Reifen, der mehr Profil aufweist, auf die Antriebsachse montiert werden. Also gehen wir´s nun an – jeweils bei jedem Rad nacheinander:

  1. Handbremse nicht anziehen, Gang kann eingelegt sein
  2. Wagenheber richtig ansetzen und das Auto so weit hochheben, dass das Rad noch am Boden ist
  3. Nun die Schrauben lediglich lockern
  4. Auto komplett hochheben, bis der Reifen wenige Zentimeter in der Luft ist
  5. Schrauben herausdrehen und mit WD40 ölen – Sommerreifen auf die Seite legen
  6. Winterreifen richtig positionieren und die oberste Schraube so hineindrehen, bis sie “greift”
  7. Nun diagonal die weiteren Schrauben hineindrehen.
  8. Wagenheber kann gesenkt werden.

Dieses Prozedere nun bei den weiteren drei Reifen anwenden und schon sind die Winterreifen montiert. Doch es ist noch nicht ganz vorbei.

Luftdruck überprüfen, Schrauben nachdrehen & Co.

Die alten Sommerreifen können nun weggepackt werden bzw. wetterfest in eure Gartenhütte verstaut werden.
Tipp: Reinigt eure Sommerreifen grob vom Schmutz des vergangenen Sommers, so ist das Reifenwechseln im Frühjahr nur halb so dreckig für euch.

Als nächsten Schritt überprüft den Luftdruck der neu montierten Reifen. Schaut in die Betriebsanleitung des Autos oder im des Tankdeckels, welche Werte für euch relevant sind. Meist ist der Druck zwischen 2,3 – 2,9 bar angegeben. Als letzten Schritt müssen die Schrauben noch richtig angezogen sein. Auch hier ist das “richtig” in der Bedienungsanleitung zu finden. Holt euren Drehmomentschlüssel und zieht die einzelnen Schrauben so lange an, bis ihr ein klickendes Geräusch hört – dann habt ihr die eingestellte Kraft (angegeben in Newtonmeter – Nm) auf die Schrauben übertragen. Nach ca. 20 Kilometer Ausfahrt mit den neuen Reifen ist es ratsam, Luft und Schrauben nochmals zu kontrollieren. Dann habt ihr es auch geschafft!

Tipp: Wie ihr euer Auto generell winterfest machen könnt, haben wir euch HIER schon einmal aufgeschrieben.

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