Der Pizzastein – So geht Pizza Zuhause

Vorige Woche haben wir uns hauptsächlich mit den richtigen Zutaten für eure Pizza, in unserem Fall – einer herrlichen Toskana – beschäftigt. Wir haben uns sprichwörtlich durch die Zubereitung des Pizzateigs „geknetet“. Diesmal gehen wir einen Schritt weiter und stellen euch wie versprochen, die wichtigsten Merkmale eines perfekten Pizzasteins für Zuhause vor. Damit die Pizza wie bei eurem Lieblingsitaliener gelingt.

Die Form

Es gibt Pizzasteine in verschiedenen Formen. Die gängigsten sind rund oder rechteckig. Achtet darauf welcher Pizzastein am besten zu eurem Backofen oder Griller passt. Benutzt ihr den Stein nur im Backofen, bieten sich besonders eckige Pizzasteine an. Auf diesen habt ihr natürlich mehr Platz zur Verfügung. Wenn ihr ein Familienessen oder ähnliches plant, könnt ihr problemlos eine Jumbopizza backen und je nach den Vorlieben eurer Gäste belegen. Ihr könnt zum Beispiel gleichzeitig eine Hälfte mit Thunfisch und die andere mit Schinken belegen. Gerade in den Sommermonaten, bietet es sich an, den Pizzastein bei Grillabenden zu verwenden. Ein Grillabend auf der Terrasse im Zeichen der italienischen Nationalspeise. Hat was, oder? Da macht es für euch Sinn, einen runden Pizzastein zu kaufen, denn die im Trend liegenden Gasgriller sind meist kugelförmig.

Guardi_Österreich_Pizzastein_Ofen
Pizzastein, Ofen, lecker

 

Das Material

Habt ihr euch für eine Form entschieden, geht es nun darum, das perfekte Material für euren Pizzastein zu wählen. Hier ist vor allem die Materialbeständigkeit bei Temperaturwechsel ein entscheidendes Kriterium. Da der Stein im Backofen oder am Griller innerhalb kürzester Zeit von Zimmertemperatur auf mindestens 200°C Grad und mehr erhitzt wird, kann er leicht reißen. Deshalb braucht ihr einen hitzebeständigen Stein, der rasche Temperaturwechsel gut verkraftet. Pizzasteine aus Schamott oder Cordierit eignen sich hierfür hervorragend.

Wenn wir schon beim Material sind, wollen wir euch gleich über die richtige Stärke des Steins informieren. Wie dick muss der Stein sein? Je dicker der Pizzastein, desto länger können diese die Hitze speichern. Die Dicke gängiger Modelle liegt bei rund 1,5 – 3cm. Diese reichen für eure Zwecke vollkommen aus.

Von der Benutzung herkömmlicher Fliesen aus dem Baumarkt raten wir ab, da diese in der Regel nicht für diese Verwendung ausgelegt sind und sehr schnell reißen. Außerdem sind die Fliesen häufig behandelt (z.B. glasiert, gefärbt etc.) und daher nicht lebensmittelecht. Was meinen wir damit?

Guardi_Österreich_Cordieritstein
Cordierit, Stein, beschichtet

Lebensmittelechtheit

Wie schon erwähnt, sind nicht alle hitzebeständigen Materialien auch für das Backen von Pizza oder Brot geeignet. Zusätzlich zur Hitzebeständigkeit muss der Pizzastein auch lebensmittelecht sein. Das bedeutet, er darf während des Backvorgangs keine Inhaltsstoffe an das Backgut abgeben. Ansonsten können diese Steine eine echte Gesundheitsgefahr für euch darstellen. Ein wenig genauer hinschauen muss man schon bei Pizzasteinen aus Cordierit. Da es sich dabei um keinen natürlichen Werkstoff handelt, gibt es hier spezielle Prüfzertifikate, welche die Lebensmittelechtheit bestätigen.

 

Reinigung

Nach dem Gebrauch des Pizzasteins könnt ihr ihn mit einem feuchten Küchentuch reinigen. Der Pizzastein sollte hierfür schon vollständig abgekühlt sein. Und was macht ihr während der Wartezeit? Die Zeit des Abkühlens könnt ihr produktiv nutzen. Wie? Naja, mit dem Verzehr eurer leckeren Pizzen natürlich!

Guardi_Österreich_Pizzastein_Reinigung
Pizzastein, Reinigung, Reste

Häufig kommt es beim Backen der Pizza dazu, dass sich Reste des Belags in den Stein einbrennen. Diese könnt ihr mit einem Küchenschaber (mit Klinge), wie man ihn auch von Cerankochfeldern kennt, leicht abkratzen – bei hartnäckigen Resten kann auch ein Edelstahl-Schwamm vorsichtig verwendet werden. Sollte diese Methode auch nicht ausreichen, könnt ihr notfalls auch mit einem feinen Schmirgelpapier darüber gehen.

So liebe Pizzastein-Experten! Ihr seid nun bestens informiert über die wichtigsten Kriterien bei der Anschaffung eines Pizzasteins. Wir wünschen fröhliches Pizzabacken und „Guten Appetit!“ Wenn ihr schon Erfahrungen mit Pizzasteinen habt: Teilt sie mit uns! Wir freuen uns auf eure Kommentare!

PS: Schickt uns doch Fotos von eurer selbstgemachten Pizza oder postet sie einfach auf unserer Facebook-Seite! Wir freuen uns auf eure Kreationen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.