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Umweltbewusstes Gärtnern – Alternativen zum Plastiktopf

Plastik ist allgegenwärtig. Es ist in unserem Alltag, in unserer Umwelt und in unserer Nahrung. Noch wissen wir bei weitem nicht, was es dort bewirkt. Grund genug also den übermäßigen Plastikkonsum zu überdenken und herunter zu fahren. Der perfekte Anlass um euren Garten genauer unter die Lupe zu nehmen. Wo könnt ihr beim Garteln Plastik sparen? Im neuen Guardi-Blog erfährt ihr wie einfach es ist auf Plastik im Garten zu verzichten.

Upcycling statt Wegwerfen!

Pflanzen werden im Handel in der Regel in Plastiktöpfen angeboten. Millionen von Plastiktöpfen gehen über den Verkaufstisch. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Einwegprodukte, die anschließend in der Tonne landen. Das muss aber nicht sein! Ihr könnt die Töpfe im nächsten Jahr wiederverwenden! Geht einfach mit den gebrauchten Anzuchttöpfen zum GärtnerIn eures Vertrauen. Die Stecklinge kommen in die von euch mitgebrachten Töpfe. So spart ihr ganz einfach Plastik! Ihr könnt eure Stecklinge aber auch selber ziehen. So spart ihr auch noch Geld! Hierfür eignen sich Plastikflaschen und Joghurtbecher. Diese könnt ihr ganz einfach upcyceln und beim Gärtnern als Pflanzgefäße nutzen. Plastikflaschen können mit wenig Aufwand in Pflanzgefäße umfunktioniert werden. Einfach in die gewünschte Größe schneiden, verzieren –  und fertig ist das neue Pflanzgefäß. Joghurtbecher aus Plastik sind allein schon wegen ihrer Größe ideal, um darin Pflanzen vorzuziehen. Wenn ihr aber komplett auf Plastik verzichten wollt? Kein Problem. Wir haben die Alternativen für euch!

Topf, Alternative, Blumentopf

 

Anzuchttöpfe aus Holzfasern

Fühlt sich an wie Pappe, reißt aber nicht so schnell, wenn es nass ist: ein Anzuchttopf aus Holzfasern. Neu ist der Ansatz nicht. Im Handel gibt es bereits schon seit einigen Jahren Aussaatschalen sowie runde und eckige Töpfchen für die Anzucht. Pflanztöpfe aus Holzfasern gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Die Behälter saugen sich nach dem Gießen mit Wasser voll und verfärben sich dunkel. Werden die Töpfe eingepflanzt, sind sie in kurzer Zeit abgebaut. Bleiben sie draußen, halten sie mehrere Monate!

 

Kokosquelltöpfe

Diese sind Topf und Substrat in einem. Wenn man Wasser über die Tabletten gießt, quellen sie auf. Dadurch können sie sehr gut die Feuchtigkeit speichern. Andererseits muss man mit ihnen auch besonders aufpassen, damit die zarten Wurzeln nicht wegen zu viel Feuchtigkeit faulen. Nachdem der Topfballen gut durchwurzelt ist, kann er mitsamt der Pflanze direkt in die Erde gesetzt werden.

Der GUARDI-TIPP:

Bitte verwendet keine Anzuchttöpfe aus Torf! Diese sind nicht umweltschonend. Zu ihrer Herstellung werden natürliche Torfvorkommen immer weiter ausgebeutet. Vor allem die letzten verbleibenden Hochmoore sind sehr gefährdet. Mit ihnen verschwindet der Lebensraum für zahlreiche Arten, die schon heute nur noch selten anzutreffen sind.

Kokosquelltöpfe, Alternative

Alternative Tipps und Tricks

Zum Hochbinden von Pflanzen könnt ihr von Kunststoffklammern und kunststoffummanteltem Draht auf abbaubare Schnüre aus Jute oder Hanf umsteigen. Schilder zur Kennzeichnung der Aussaat in Töpfen oder im Beet müssen auch nicht aus Plastik sein, man kann hier z.B. auch flache Steine beschriften oder Bambusspieße verwenden.

Umweltbewusstes Gärtnern ist also gar nicht so schwer, wie ihr seht. Wir wollen euch hier nur Alternativen aufzeigen und nicht den Moralapostel spielen. Vielleicht denkt ihr beim nächsten Pflanzenkauf daran oder setzt die ein oder andere Idee in die Tat um! Wir wünschen euch viel Spaß beim Garteln. Solltet ihr auch noch Tipps haben, teilt diese mit uns! Wir freuen uns auf eure Kommentare!

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