
Ein Zaun kann eine Barriere für viele Dinge sein und kann ihnen und ihrer Immobilie Schutz bieten. Zäune können aus Holz, Metall und Kunststoff gemacht werden oder sie können unsichtbar sein. Wichtig, bei der Anschaffung eines Zauns, ist dass sie darauf achten, dass er ihren Bedürfnissen entspricht und zu ihnen und ihrem Garten passt.
Bei der Haltung von Tieren ist vor allem darauf zu achten, dass der Zaun hoch genug ist, um das Ausbrechen zu verhindern.
In erster Linie dient ein Zaun als Trennlinie zwischen privatem und öffentlichem Grund. Oft geht diese Funktion aber weit darüber hinaus, er kann dazu dienen Kinder oder Tiere in einem beschränkten Bereich zu halten. Weiters können sie sich und ihr Hab und Gut durch diese Abgrenzung vor Gefahr schützen. Andererseits kann ein Zaun jedoch auch für dekorative Zwecke dienen.
Wenn es an der Zeit ist ein Zaundesign für ihre Immobilie zu wählen, ist es oft schwierig sich bei dem überwältigendem Angebot zu entscheiden. Grundlegend kommt es bei der Auswahl eines Zaunes auf zwei Überlegungen an: (Quelle Von David Beaulieu, About.com Guide)
Form (d. h. nach stilistischen Gesichtspunkten)
Funktion (d.h. welchem praktischen Zweck die Umzäunung dienen soll)
Was sind die Vorteile von Aluminium Zäunen?
Aluminium Zäune werden vor allem für ihre wartungsarme Qualität geschätzt.
Sowie man mit Kunststoffzäunen darum bemüht ist, das Aussehen von einer Holzfaserung zu imitieren, sind Aluminium Zäune oft als Ersatz für schmiedeeiserne Zäune gedacht. Schmiedeeiserne Zäune bestehen aus einem härteren Material (ist nicht so leicht dehnbar), jedoch kann ohne nennenswerte Wartung Rost entstehen. Für diesen sind Aluminium Zäune nicht anfällig.
Wenn Sie sich für einen Aluminiumzaun interessieren, sollten sie überprüfen, ob er lackiert oder pulverbeschichtet ist. Pulverbeschichtung ist eine überlegene Art und Weise, um ein Produkt wetterfest zu machen. Pulverbeschichtung ist in einer Reihe von Farben erhältlich.
Was sind die Vor- und Nachteile von Kunststoffzäunen?
Kunststoffzäunen sind wartungsarm – es ist kein weiteres Anstreichen notwendig. Somit ersetzten Kunststoffzäunen mittlerweile, mithilfe ihres Holzzaun Designs, bereits viele traditionelle Holzzäune. Ebenfalls splittern diese Zäune nicht, eine sehr kinderfreundliche Eigenschaft.
Die Nachteile von Kunststoffzäunen sind wie folgt:
Da sich Kunststoffzäunen nicht ausdehnen oder zusammenziehen, wird das Material, durch die schwankenden Temperaturen spröde, und wird somit anfällig für Beschädigungen. Weiters ist ein Kunststoffzaun, vor allem aus der Ferne kaum von einem echten Holzzaun zu unterscheiden. Jedoch wird für den wahren Liebhaber des Holzzaunes immer ein Unterschied in Aussehen, Geruch und Materialbeschaffenheit zu erkennen sein.
Ein weiterer Nachteil ist der Preis. Kunststoffzäune sind teurer als ihre hölzernen Gegenstücke. Jedoch sind Kunststoffzäune auf einen langen Zeitraum betrachtet, billiger. Man beachte die Wartungskosten, die für einen Holzzaun anfallen.
(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Zaun)
Ein Zaun ist eine Form der Einfriedung. Er trennt zwei Bereiche dauerhaft oder auf Zeit durch eine von Menschen geschaffene Abgrenzung. Geschieht dies speziell um Tiere einzuschließen, heißt der Zaun auch Gatter oder Pferch.
Ein Zaun besteht gewöhnlich aus Holz, Metall (festem Guss- oder Schmiedeeisen oder auch biegsamen Draht) oder Kunststoff. Aus Stein oder Beton errichtete Abgrenzungen heißen Mauer. Gelegentlich sind Zäune auch farbig gestrichen, lasiert oder lackiert, moderne Holzzäune meist imprägniert und Drahtzäune oft kunststoffbeschichtet. Häufig verwendete man robuste Holzarten sind Edelkastanie, Lärche, Eiche, Kiefer oder biegsame – und billige – wie Fichte und Weide.
Anders als eine Mauer oder Wand ist er jedoch im Prinzip transportabel und begrenzt durchlässig. Von einem Hindernis, einer Barriere oder Absperrung trennt ihn die klar definierte Grenzziehung, wenn auch die Begriffe gelegentlich in synonymer Bedeutung verwendet werden.
Das deutsche Wort Zaun ist verwandt mit dem englischen Wort town „Stadt“ und dem niederdeutschen/ niederländischen Wort tuin „Zaun“, „Garten“. Es bezeichnete also ursprünglich nicht das Hindernis selbst, sondern das von ihm umschlossene Gebiet. Analog als Umzäunung und das dadurch geschützte Land stehen das alte deutsche Wort Hag, das einen Zaun aus lebendem Material, die Hecke, wie auch aus Stangenholz bezeichnet, und das Wortfeld Garten, Gatter für den Flechtzaun. Daneben stehen auch das Wortumfeld Einfriedung wie auch die Wurzel biunta (siehe Flurnamensetymologie).
Verwendung von Zäunen
Zum einen dient ein Zaun der Kenntlichmachung von Besitzverhältnissen an Grund und Boden im öffentlichen Raum.
Andererseits werden Zäune dazu eingesetzt, um Menschen und/oder Tiere daran zu hindern, sich in ein oder aus einem Gebiet heraus zu bewegen, z. B. Weideland, in Zoos, in Gefängnissen oder Lagern.
Als Grenzzaun kann er auch der Abgrenzung staatlicher Territorien dienen, so z. B. an der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR. Aktuell wird der rund 700 km lange Sicherheitszaun entlang der Grünen Linie in Israel, der israelisches Kerngebiet vom Westjordanland trennt, Grenzzaun genannt.
Unternehmen verwenden Zäune zur Absicherung ihrer Gewerbe- und Industriegebiete gegen Unbefugte ebenso wie Privatleute zur Sicherung ihrer Grundstücke und Gärten. Auch in Landschaftsschutzgebieten werden sie eingesetzt. Im Straßenbau werden Krötenzäune zum Schutz von Amphibien in der Nähe der Wanderwege angelegt. Zudem wird der Zaun dazu verwendet, ein bestimmtes Objekt vor den Blicken Unbefugter in der Öffentlichkeit zu verbergen.
Ein dem Zaun verwandtes Gebilde in geschlossenen Räumen wird Gitter genannt. Nicht selten erfüllt der Zaun aber auch nur dekorative Zwecke, z. B. als Rankhilfe bei der Gartengestaltung.
Die ältesten Zauntypen waren Flechtzäune und Staketenzäune, wie sie heute noch bei traditionell gepflegten Bauerngärten gibt. Sie dienten dazu, Tiere aus- bzw. einzusperren.
So wie in jeder Landschaft traditionell unterschiedliche Haustypen zu finden sind, so sind weltweit auch unterschiedliche Zaunformen entstanden, die zum Teil das Bild einer Landschaft mitprägen. So spielten Zäune in den Zeiten des „Wilden Westens“ der USA eine wichtige Rolle, um die Besitzverhältnisse bei den riesigen Rinderherden abzugrenzen. Es kam um die seit den 1870er Jahren mit Stacheldraht versehenen Zäune sogar zu Weidekriegen.
Seinen Ursprung hat die Sitte, in Siedlungen das ganze Grundstück einzuzäunen, nicht in Deutschland, sondern in England. Ursprünglich wurden die Weiden und der Garten selbst eingezäunt. Andere Kulturen, z. B. in Irland, grenzen ihre Grundstücke aus verschiedenen Gründen mit Trockenmauern voneinander ab, wieder andere mit Hecken oder Wassergräben. Seit Jahrhunderten durchziehen in Schleswig-Holstein auf kleinen Wällen angelegte Windschutzhecken das Land. Diese werden als „Knicks“ bezeichnet und sorgen für ein ausgezeichnetes Kleinklima. Es werden zumeist strauchig wachsende Laubgehölze verwendet. Es gibt auch in Deutschland kleine Regionen, die gewollt keine Zäune setzen: So sind die Bewohner des alten Fischerdorfes Neuendorf auf der Ostseeinsel Hiddensee bis heute stolz darauf, auf Umzäunungen ihrer Grundstücke von alters her zu verzichten.
Vorschriften für Zäune
Umzäunungen sind meist mit einer bestimmten Mindesthöhe und einem bestimmten Mindestabstand zum Objekt im Allgemeinen vorgeschrieben:
Bei offenen Hochspannungsanlagen (Umspannwerken, selbststrahlenden Sendemasten). Umspannwerke werden meist mit Metallzäunen umgeben, auf denen sich Stacheldraht befindet. Dieser Metallzaun muss mit der Stationserde verbunden sein, damit keine gefährlichen Spannungen auftreten können. Zur Umzäunung selbststrahlender Sendemasten werden zur Vermeidung von Wirbelstromverlusten häufig Holzzäune verwendet. Allerdings müssen mit Stromschiene elektrifizierte Bahnen nicht vollständig eingezäunt sein.
• bei der Absicherungen von Baustellen als Bauzaun oder Baustellenzaun
• bei Anlagen mit gefährlichen beweglichen Teilen (zum Beispiel bei Fahrgeschäften in Vergnügungsparks)
• bei Sprengstofffabriken und -lagern
• bei Steinbrüchen
• bei den meisten Industrieanlagen
• bei Flugplätzen
• bei Militärgeländen, wobei Truppenübungsplätze meist nicht komplett eingezäunt sind
• bei Gefängnissen
• bei Zoos und Tierparks
• bei verschiedenen Freizeitaktivitäten (z. B. Paintball)
• Freiluftareale, für deren Besuch man ein Eintrittsgeld zahlen muss
Auch für die Anlage privater Gartenzäune bestehen von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich gehandhabte lokale Vorschriften.
Verschiedene Zauntypen :
• Maschendrahtzaun nach einem Schneefall
• Hanichlzaun mit zugespitzten Holzstangen
• Flechtzaun
• Staketenzaun als Vorgartenzaun Höhe 80 cm
• Ringzaun
• Schrankzaun
• Speltenzaun
• Betonzaun mit Flechtwerkoptik
• Betonzaun
• Bretter-Weidezaun
• Wildzaun
Je nach Einsatzgebiet kommt eine andere Art und Größe von Zaun zum Einsatz:
Maschendrahtzaun
Der Maschendrahtzaun oder auch Diagonaldrahtgeflechtzaun besteht aus Pfosten und Drähten. Die Drähte sind dabei zu Maschen verflochten. In definierten Abständen wird ein Pfosten im Boden verankert und Drähte zwischen diesen Pfosten gespannt. Die Dichte der Drähte richtet sich dabei nach dem Zweck des Zauns. Grobe Maschen halten große Lebewesen auf, feine Maschen auch kleinere.
Metallzaun
Der Metallzaun oder auch Gittermattenzaun wird aus Stahl oder Aluminium gefertigt. Die Metallstäbe können voll, quadratisch oder rechteckig sein, aber auch zu geschwungenen Mustern verwoben sein.
Bei einem Gittermattenzaun aus Stahldrähten unterscheidet man handelsüblich zwischen Einstabmatten und Doppelstabmatten. Bei Einstabmatten sind jeweils ein waagerechter und ein senkrechter Stahldraht, bei Doppelstabmatten jeweils zwei waagerechte und ein senkrechter Stahldraht miteinander verschweißt.
Sowohl Draht- als auch Metallzäune sind heute in der Regel zum Schutz gegen Korrosion verzinkt, zunehmend zusätzlich auch farbig pulverbeschichtet.
Lattenzaun, Staketenzaun
Der Lattenzaun besteht aus senkrecht stehenden Latten, welche durch zwei oder drei Querbalken (Riegel) miteinander verbunden sind. An diese Querbalken werden in regelmäßigen Abständen Latten angebracht. Der Querschnitt der Latten aus Holz ist rechteckig, der Latten aus Aluminium ist rohrförmig.
Spezielle Ausführungen erlauben, dass die rohrförmigen Latten aus Aluminium den (lackierten) Holzlatten gleichen, aber ungleich länger glänzen und fast unbeschränkt haltbar sind. Die Aluminiumlatten werden an die Riegel geschraubt, geschweißt oder vernietet. Aluminiumlatten sind auch mit Holzdekor pulverbeschichtet herstellbar. Durch besondere Ausführung der Riegel sind die Schraubenköpfe (oder Nietköpfe) mit einer integrierten Leiste abgedeckt und weder von vorne noch von hinten sichtbar.
Die Aluminiumlatten werden meist mit aufgesteckten oder eingesteckten Kappen oben verschlossen. Diese Kappen bestehen aus Zamak (Zinklegierung) oder aus Aluminiumguss. Der Vorteil der Zamak-Ausführung liegt bei der genauen Passform, die Herstellung ist aber durch relativ hohe Werkzeugkosten teuer. Aluminiumguss ist zwar billiger, aber meist ungenau und durch Lufteinschlüsse porös. Beim Pulverbeschichten machen diese Poren oft Blasen. Nach dem Trocknen sind diese Fehlerstellen sichtbar. Kappen aus Zamak sind meist ohne Poren, die Beschichtung daher meist ohne Fehlerstellen.
Eine ältere Form des Lattenzauns ist der Staketenzaun. Der Querschnitt der Staketen ist rohrförmig oder quadratisch, oben abgeschrägt. Im Gegensatz zum Lattenzaun werden die Staketen jeweils an einem unteren und einem oberen Querbalken befestigt.
Der Staketenzaun aus Kastanienholz (Ess- oder Edelkastanie, Castanea sativa) wird seit vielen Jahren in Frankreich und England hergestellt. Als Kastanienzaun, Staketenzaun oder Rollzaun wurde dieser Zaun in den letzten Jahren auch in Deutschland immer bekannter. Die Besonderheit dieses Staketenzaunes ist die Verbindung der einzelnen gespaltenen Staketen mit verzinktem Draht. Durch die Verbindung mit Draht passt der Zaun sich jedem Gelände an. Verwendet wird der Zaun überall da, wo eine natürliche Optik, oder ein langlebiger, pflegeleichter und dadurch preiswerter Zaun gewünscht ist. Geliefert wird der Staketenzaun in Höhen von 50 cm bis 200 cm. Zur Verlegung werden Pfähle in den Boden geschlagen und anschließend der Zaun mit Krampen am Draht befestigt. Der Zaun ist (durch den hohen Gerbsäureanteil der Kastanie) ohne Anstrich länger haltbar als herkömmliche druckimprägnierte Zäune. Die Esskastanie wird alle 10 bis 20 Jahre geerntet und schlägt dann aus dem Stock neu aus.
Eine alte Zaunform, die früher besonders in Bayern üblich war, ist der Hanichlzaun. Er wird aus halbierten und oben zugespitzten Fichten- oder Tannenstämmen hergestellt.
Kunststoffzaun
Ein Kunststoffzaun hat viele Vorteile gegenüber dem Holzzaun, er ist wartungsarm und daher eine kostengünstige Investition. Wegen seiner Stärke und Flexibilität, braucht ein Kunststoffzaun im Gegensatz zum Holzzaun kaum Wartung. Dies ist auch ein Grund warum Kunststoffzäune vorwiegend im Bereich der Tierhaltung verwendet werden, weiters wegen ihrer Vorteile wie Resistenz gegen Fäulnis, Schimmel und Termiten. Aus der Ferne ist kaum ein Unterschied zwischen Holz und Kunststoffzaun festzustellen. Doch wenn man ihn aus der Nähe betrachtet erkennt man den Kunststoffzaun aufgrund seiner glatten und glänzenden Außenseite.
Da ein Kunststoffzaun vollkommen Wetterresistent ist, kann er wo immer es nötig ist, installiert werden und ist in den unterschiedlichsten Designs zu erwerben.
(Quelle: de.mustknowhow.com/index.php/tag/alles-uber-kunststoff-zaune)
Jägerzaun
Der Jägerzaun, auch Scheren- oder Kreuzzaun, wird noch heute in manchen Landstrichen sehr gerne beim Privathausbau angelegt. Besonders häufig trifft man ihn in geschlossenen Siedlungsformationen. Bei diesem etwa 80 Zentimeter hohen Zaun sind die oben zugespitzten Latten nebeneinander x-förmig an zwei Querbalken befestigt.
Schrankzaun
Beim Schrankzaun, der mancherorts auch Sarner Bettlzaun, Knüppel-, Schräg- und Scharzaun genannt wird, handelt es sich um einen Weidezaun, der vorwiegend in Wald- und Almgebieten errichtet wird. Dies vor allem deshalb, weil er relativ schnell errichtet und wieder abgetragen werden kann, was besonders in lawinengefährdeten Gebieten von großem Vorteil ist. Beim „Schrankzaun“ werden ca. 1,5–2 m lange Steckenpaare so in den Boden geschlagen, dass sie eine Schere (im Volksmund „Schar“) bilden, in die dann ca. 1,5 bis 2 m lange, gespaltene Stangen oder Latten eingelegt werden. In manchen Gegenden werden auch runde Stangenhölzer von bis zu 4 m verwendet. In der Nähe von Wäldern werden als Einlegeholz auch Baumwipfel und Äste verwendet.
Speltenzaun
Beim geflochtenen Speltenzaun, auch als „Gert’nzaun“ oder „Flochtzaun“ bekannt, werden die in den Boden gerammten Spelten (senkrechte Zaunhölzer) mit Fichtenästen oder Weidebände an die von Säulen getragenen Querlatten gebunden. Die Spelten werden aus einem Lärchenstamm herausgespalten und sollten auch nach oben hin etwas zugespitzt werden. Sie können auch aus Brettern oder Schwarten sein. Die Höhe des Zaunes beträgt 1,50–1,70 m. Jener Teil der Pfosten, der in die Erde geschlagen oder gegraben wird, muss angebrannt werden.
Palisadenzaun
Der Palisadenzaun, auch Lanzenzaun, ist ebenfalls senkrecht ausgerichtet und vor zwei Querbalken befestigt. Die einzelnen Palisaden haben einen runden oder rohrförmigen Querschnitt und sind oben mit Spitzen versehen, was sie besonders für kletternde Kinder äußerst gefährlich und gelegentlich zur tödlichen Falle macht.
Bohlenzaun
Der Bohlenzaun ist ein besonders blickdichter Zaun, bei dem die einzelnen Bohlen bzw. Latten einseitig bzw. beidseitig versetzt angeordnet sind.
Bretterzaun
Bretterzäune werden meistens als Sichtschutz z. B. bei Baustellen, eingesetzt oder als Schutz vor Sachbeschädigungen. Dabei werden Bretter zwischen den einzelnen Pfosten befestigt.
Flechtzaun
Der aus biegsamen Profilbrettern waage- oder senkrecht verflochtene Flechtzaun gehört zu den ältesten Zaunformen und wirkt sehr natürlich; klassisches Holz ist Weide.
Ringzaun
Der Ringzaun, auch Rautenhag oder Bänderzaun, wird ohne Nägel hergestellt. Die Bretter werden mit Ringen aus Tannen- oder Lärchenästen mit den Pfosten verbunden.
Betonzaun
Betonzäune - ein System bestehend aus Pfosten (Doppel T-Trägern) und Platten. Zwischen den einbetonierten Pfosten werden massive oder durchbrochene Betonplatten eingesetzt. Bei Massivplatten fehlt die Transparenz als wesentlichen Charakter eines Zauns. Da sich jedoch Betonmauern schlecht vermarkten lassen, werden die Systeme von Herstellern unter dem Begriff "Betonzaun" angeboten. Diese Art der "Zäune" ist sehr robust bietet je nach Zaunart einen Sicht- und Lärmschutz. Die Lebensdauer kann bis zu 30 Jahren und mehr betragen. Man unterscheidet zwischen ein bzw. beidseitigen Mustern. Bei einseitigen Platten besteht die Möglichkeit durch Verwendung von Doppelnutpfosten die Montage Rücken an Rücken auszuführen. Dadurch erreicht man ebenfalls beidseitige Struktur. Die Lebensdauer, weitgehende Pflegefreiheit und Witterungsbeständigkeit dieses Zaunsystems ist anderen Materialien überlegen.
Weidezaun
Der Weidezaun wird dort gebraucht, wo man Tiere einzäunen möchte. Meistens verwendet man dafür Rundpfähle aus Fichte/Tanne mit Halbrundlatten aus demselbigen Material, oder das dauerhafte Akazienholz. Die Höhe des Zaunes für Pferde sollte ca. 150 bis 160 cm sein.
Elektrischer Weidezaun
Der elektrische Weidezaun besteht aus Drähten oder (zur besseren Sichtbarkeit) farbigen, drahtdurchzogenen Kunststoffbändern, über die in kurzen Abständen Stromimpulse fließen. Diese versetzen Tieren bei Berührung einen unangenehmen, aber nicht gefährlichen Stromschlag.
Wildzaun
Der Wildzaun, auch Wildschutzzaun genannt, besteht aus verknoteten Drähten mit rechteckigen Maschen, welche von oben nach unten immer enger werden. Eingesetzt wird der Zaun vorwiegend an Autobahnen und Bundesstraßen zum Schutz der Verkehrsteilnehmer vor Wildunfällen[1]. Andere Namen für diesen Zaun sind Knotengeflecht, Forstgeflecht, Knotengitter, Wildgatter, Weidezaun, Viehzaun, Schafzaun / Schafgeflecht, Autobahnzaun oder Hundezaun.
Sonstiges
Bauzäune oder Zäune an Orten, an denen häufig Personen vorbeikommen, werden gelegentlich als Träger von Werbe- und Informationsplakaten verwendet. Auf den Zäunen, die gefährliche Anlagen, wie Umspannwerke umgeben, findet man oft einschlägige Warnschilder. In der deutschen Kulturgeschichte wird der Zaun, insbesondere in Gestalt des Gartenzauns, oft gleichgesetzt mit kleinbürgerlicher Spießigkeit. Gemeinsam mit dem Gartenzwerg steht er Kritikern auch als Synonym für Rechthaberei und kleinkariertes Besitzdenken: Der berühmt-berüchtigte „Streit am Gartenzaun“ unter Nachbarn war Anlass für zahlreiche Zivilprozesse und gab Stoff ab für Fernsehsendungen. Stefan Raabs Lied Maschen-Draht-Zaun um einen Nachbarschaftsstreit hatte 1999 eine Zeit lang Kultstatus. Andere wiederum sehen vor allem im Gartenzaun ein Symbol für Gemütlichkeit und häusliche Harmonie.
Der längste Zaun der Welt ist der Dog-Fence (Queensland, Australien), der auf einer Länge von ca. 5.353 km[2] den Südosten Australiens durchzieht. Der zweitlängste Zaun der Welt (Rabbit-Proof Fence) befindet sich in Westaustralien und hat eine Gesamtlänge von 3.256 km.
Der kürzeste Zaun der Welt wurde 2005 von den Forscher Seth Marder und Joseph Perry mittels eines neuartigen Verfahrens der Mikrotechnik, der two-photon 3D lithography, zu Demonstrationszwecken hergestellt. Er ist ca. 200 Mikrometer lang und 50 Mikrometer hoch und besteht aus drei rechteckigen Kettengliedern und zwei Pfosten.[3]
Der Liedermacher Stefan Stoppok widmete der Sendung mit der Maus 1996 seinen Song Der kleine Zaun.
Elektrozaun für Hunde
Ein Elektrozaun für Hunde, Katzen und Kleintiere ist eine effektive Methode um die geliebten Vierbeiner am Flüchten zu hindern. Die praktischen Elektrozäune halten außerdem Wildtiere, fremde Hunden und Katzen davon ab das Gartengrundstück zu betreten. Die Vorteile der elektrischen Umzäunung haben sich rumgesprochen, immer mehr Hausbesitzer installieren eine solche Anlage auf dem eigenen Gelände. In der gewerblichen Landwirtschaft setzen Viehzüchter schon seit langem den Elektrozaun für Schafe, Kühe und Pferde ein. Dieser hat den guten alten Stacheldrahtzaun an vielen Stellen bereits abgelöst. Erst vor wenigen Jahren haben diese Zäune auch Einzug in den privaten Haus und Garten Bereich genommen.
Wie funktionieren Elektrozäune?
Das Prinzip dieser Schutzanlage funktioniert ganz einfach. Durch die dünnen Drähte läuft ein sanfter Stromimpuls, der weder Tieren noch Menschen schaden kann. Berührt ein Tier den Zaun, schreckt der harmlose Stromschlag es ab und wird zukünftige Berührungen in der Regel meiden. Vergleicht man diese sanfte Erziehungsmethode mit dem Verletzungsrisiko von Stacheldrähten oder Dornenhecken ist der Elektrozaun für Hunde und Katzen eine harmlose Lösung. Obwohl die elektrische Spannung ungefährlich ist, darf ein Warnhinweis am Zaun nicht fehlen.
Elektrozaun Montage
In Baumarktgeschäften beziehungsweise Internetshops können Sie vollständige, recht günstige Elektrozaun Bausätze kaufen. Diese reichen auf jeden Fall um kleinere Gärten einzufrieden. Der Aufbau ist mit ein wenig handwerklichen Ambitionen fix erledigt. Wenn Sie den Elektrozaun aufstellen, ist zu beachten, dass später keine Störfaktoren die Stromleitung stört. Das heißt, Sträucher, Äste von Bäumen, Gegenstände usw. sollten die elektrischen Drähte nicht berühren. Um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten, müssen Sie den Isolator bzw. die Erdung ebenfalls sorgsam montieren. Wenn man sich an die beiliegend Bauanleitung hält, dürfte die Montage keine nennenswerten Probleme bereiten.
Warnsignal Lösung für Hunde
Elektrozäune sind sowohl für Kleintiere, Hunde als auch Katzen eine wirksame Schutzlösung, im Normalfall dürfte kaum einen Tier noch die Flucht respektive das Eindringen aufs Garten Gelände gelingen. Als Steigerung gibt es noch den erweiterten Elektrozaun für Hunde mit einem ausgeklügelten Warnsystem. Diese Zaun Konstruktion sendet ständig Wellen aus, die den Hund warnen, sobald er sich den Leitungen nähert, der schmerzhafte Stromschlag bleibt somit aus. Jene warnenden Töne können ausschließlich Hunde hören, vergleichbar mit einer Hundepfeife. Solch einen speziellen Elektrozaun können Sie günstig im Onlineversand oder Tierfachgeschäft kaufen.
Schutzzäune in der Landwirtschaft
Allgemeiner Einsatzbereich
Umzäunungen gehören in der Landwirtschaft meistens zur Weidewirtschaft. Gelegentlichwerden sie jedoch auch zum Schutz von Kulturflächen eingesetzt, um Wildschäden vorzubeugen. Durch die Zunahme der einheimischen Wildpopulationen, sowie die Rückkehr größerer Raubtiere wird in der Schweiz ein solcher Schutz immer öfter notwendig. Zäune können vor folgenden Schäden schützen:
• Wildschäden in Weiden.
• Wildschäden in Kulturen.
• Schäden an Nutztieren durch Raubtiere.
Für einen optimalen Schutz sollte der Zaun der Geländebeschaffenheit der zu schützenden Fläche und der abzuwehrenden Spezies angepasst werden (Topographie, Waldnähe, Wildbestände, vorhandene Raubtiere, etc.).
Man sollte nicht vergessen, dass Zäune für die Fauna auch ein Risiko darstellen (Tiere können sich im Zaun verfangen, Zäune im Wildwechsel stellen künstliche Barrieren dar).
Deshalb ist es wichtig, das den Anforderungen am besten angepasste Zaunsystem zu wählen.
Dieses Dokument stützt sich auf Erfahrungen von Bauern aus Frankreich und der Schweiz, Wildhütern und weiteren Fachspezialisten für Wildtiere. Man sollte nicht vergessen, dass Zäune für die Fauna auch ein Risiko darstellen (Tiere können sich im Zaun verfangen, Zäune im Wildwechsel stellen künstliche Barrieren dar).Deshalb ist es wichtig, das den Anforderungen am besten angepasste Zaunsystem zu wählen. Dieses Dokument stützt sich auf Erfahrungen von Bauern aus Frankreich und der Schweiz, Wildhütern und weiteren Fachspezialisten für Wildtiere.
Verhalten der Wildtiere gegenüber elektrifizierten Zäunen
Elektrozäune gelten als effizient, um Wildtiere von Kulturflächen fern zu halten. Die Wildfauna braucht jedoch eine gewisse Gewöhnungszeit, um den Elektrozaun klar als Hindernis zu identifizieren. Die negative Erfahrung durch den Stromschlag soll die Wildtiere dazu bringen, landwirtschaftliche Nutzflächen künftig zu meiden.
Der erste Kontakt mit dem Zaun ist entscheidend, nur wenn der Schlag stark genug ist, werden die Tiere nicht weiter versuchen den Zaun zu überwinden. Dazu müssen die Stromleiter so angebracht sein, dass die Tiere mit dem Kopf, oder einer anderen empfindlichen Körperstelle, damit in Kontakt kommen. Da freilebendes Wild meistens sehr stark auf visuelle Signale reagiert, sollte der Zaun gut sichtbar sein. Nur wenn man das artenspezifische Verhalten der Tiere berücksichtigt, kann der Schutzeffekt optimal genutzt werden. Man sollte verhindern, vom Wild oft genutzte Passagen zu unterbrechen. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass der Druck der Wildfauna stark vom vorhandenen Nahrungsangebot außerhalb der landwirtschaftlichen Nutzflächen abhängt.
Nutztiere vor Raubtieren schützen
Auch wenn sie gelegentlich auf Frühjahrs oder Herbstweiden vorkommen, finden die Angriffe der Großraubtiere meistens während der Sömmerung statt und betreffen vorwiegend Kleinvieh. Eine gute Weidewirtschaft, sowie die Arbeit des Hirten und seiner Schäfer- und Schutzhunde sind die besten Grundlagen für einen wirksamen Schutz. Angemessene Zäune können den Schutz der Nutztiere zusätzlich verbessern. Die Kosten für Aufbau und Wartung sowie die Betriebskosten solcher Umzäunungen sollten jedoch genau berechnet werden. Zu berücksichtigen ist auch, dass die Zäune doppeltem Druck standhalten müssen, nämlich dem der weidenden Nutztiere von innen und dem der Raubtiere von außen. Dieser Druck hängt beidseitig eng vom vorhandenen Futterangebot ab.
Der Wolf
Verhalten und verursachte Schäden Wolfsangriffe finden vorwiegend während der Sömmerung statt, sind aber auch während dem Rest des Jahres, wenn die Tiere draußen sind, nicht auszuschließen. Der Wolf reagiert neugierig auf das Erscheinungsbild der Zäune und ist sehr empfindlich gegen Elektrozäune; diese erweisen sich als gute abschreckende Maßnahme. Die Gefahr besteht darin, dass der Wolf, unter dem Zaun hindurchschlüpft. Nur selten neigt er dazu, über den Zaun zu springen. Solange der Wolf genug Nahrung findet, wird er Stellen, wo er schlechte Erfahrungen gemacht hat, dauerhaft meiden.
Nur wenn der Zaun hoch genug (mind. 1.20-1.40 m) und der niedrigste Draht tief genug ist, kann der Wolf weder über den Zaun springen noch darunter durchkriechen. Bei existierenden Zäunen aus Maschendraht genügt es, wenn oben und unten zusätzlich elektrifizierte Drähte angebracht werden. Der Wolf kann vorübergehend auch mit roten Tüchern (Fladry), die man am Zaun befestigt, abgeschreckt werden. Einst wurden solche Tücher bei der Wolfsjagd eingesetzt, um diesen einzuschüchtern. Mit der Zeit ist aber mit einem Gewöhnungseffekt zu rechnen, deshalb sollte diese Maßnahme nur kurzfristig angewendet werden
Der Luchs
Verhalten und verursachte Schäden Luchse findet man vorwiegend in bewaldetem Hügel- und Berggebiet. In den Voralpen jagt der Luchs hauptsächlich in von Wald umgebenen Weiden; im Jura bevorzugt er die Waldweiden. Im Gegensatz zum Wolf, ist er ein guter Kletterer. Er springt jedoch kaum über die Zäune, zumindest wenn diese nicht zu niedrig sind. Der Luchs wird eher versuchen auf einen, dem Zaun nahestehenden, Baum zu klettern, um so den Zaun zu überwinden.
Um den Luchs davon abzuhalten über den Zaun zu klettern, sollte ein elektrifizierter Draht über dem Zaun angebracht werden. Am wirksamsten ist es, wenn dieser Draht in einem bestimmten Winkel zum Zaun steht, damit der Luchs den elektrischen Schlag bestimmt zu fühlen bekommt. Bei mobilen Zäunen sollten diese aus mindestens 5 Reihen Draht bestehen Der visuelle Effekt wird verbessert, wenn zwei Reihen davon durch elektrisches Band ersetzt werden. Der maximale Abstand zwischen zwei Reihen sollte 25 cm nicht überschreiten. Die Drähte müssen genügend gespannt sein, um zu verhindern, dass der Luchs dazwischen durchschlüpfen kann. Wie beim Wolf besteht auch beim Luchs die Gefahr, dass er unter dem Zaun durchkriecht, wenn der unterste Draht zu hoch gespannt ist. Der Zaun muss von Bäumen und anderen Installationen, die es dem Luchs ermöglichen könnten, über den Zaun zu springen, genügend weit entfernt sein. Bei hohen Maschendrahtzäunen (Hirsche, Strauße) sollte der obere Rand des Zauns angewinkelt sein, um den Luchs am Überwinden des Gitters zu hindern. Als weitere Maßnahmen können Blinklampen an den Zäunen oder an Bäumen fixiert werden. Dies sollte jedoch nur vorübergehend für den Notfall genutzt werden, denn langfristig wird sich der Luchs daran gewöhnen.
Wenn schon ein Zaun vorhanden ist, genügt es einen elektrifizierten Draht nahe am Boden
und einen anderen am oberen Teil des Zauns anzubringen. Dies wird Füchse abhalten.
Die beste Lösung bleibt jedoch die Hühner über die Nacht in einem Hühnerstall einzusperren. Im Freien geborene Lämmer können mit einem Weidenetz oder einem 4-reihigen Elektrozaun geschützt werden Gesetzliche Grundlagen Durch Raubtiere verursachte Schäden an Nutztieren werden gemäß dem Bundesgesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel entschädigt. Im Rahmen des Programms für den
Herdenschutz des BUWAL wird die Installation von Umzäunungen finanziell unterstützt.
Diese Unterstützung wird, je nach regionaler Lage, von Fall zu Fall zugesprochen. Schäden von Kleinraubtieren, wie Füchse und Marder, geben nur ausnahmsweise Anlass zu einer Unterstützung durch den Kanton oder den Bund. Im Normalfall erteilt die kantonale Behörde
dem zuständigen Wildhüter oder dem Tierhalter eine Bewilligung zum Abschuss kleiner Raubtiere, die Schäden verursacht haben.
Der Fuchs
Der Fuchs klettert gerne über Zäune, kann diese aber auch untergraben und sich so darunter durchzwängen. Das Federvieh ist seine Lieblingsbeute.
Das Wildschwein
Schäden auf Weiden entstehen vorwiegend wenn die Schweine nach Würmern und Wurzeln wühlen, sowie in Kulturen wie Mais, Weizen, Hafer und Erbsen durch Verzehr oder Zertrampeln. Auch in Rebbergen verursachen Wildschweine Schäden (die meistbetroffenen roten Rebsorten sind Gamaret und Garanoir, bei den Weissen sind es Findling, Chardonnay, Auxerrois und Spätlesen). Wildschweine können Elektrozäune durchbrechen indem sie versuchen darunter durchzukommen.
Deshalb kommt es oft vor, dass die Wildschweine beim ersten Kontakt den Zaun niederreißen. Nach einer Gewöhnungsphase werden die Zäune jedoch respektiert, deshalb sollte der Zaun, wenn möglich, frühzeitig installiert werden, bevor das zu schützende Feld attraktiv wirkt.
Schutz durch Zäune
Permanente Weiden, die bereits eingezäunt sind (2 Drähte), können durch einen zusätzliches Draht, der 25-30 cm über dem Boden fixiert wird, geschützt werden. Für einjährige Kulturen werden meistens mobile Elektrozäune eingesetzt. Bei rechtzeitiger Installation und regelmäßiger Kontrolle erweisen sich solche Zäune als wirksam.
Normalerweise genügen 2 Stromleiter die je 25-30 cm und 50-60 cm über dem Boden angebracht werden. In vereinzelten Fällen lernen die Schweine darüber zu springen; in diesem Fall muss zusätzlich auf mindestens 60 cm über dem Boden ein Band angebracht werden (siehe Bild).
Zäune aus Weidenetzen können sich gelegentlich als hilfreich erweisen (Rebberge, Mais). In Anbetracht des hohen Preises solcher Zäune und der Schäden die ein Wildschwein anrichten kann, wenn es beschlossen hat diesen Zaun trotz allem zu durchqueren sollten diese Zäune jedoch nur in geringem Masse benutzt werden. Für den niedrigen Leiter sollte ein Draht verwendet werden, für den höheren ein gut sichtbares Band. Je nach Geländebeschaffenheit kann der Zaun leicht schräg angebracht werden um den Kontakt der Drähte mit den empfindlichen Teilen des Kopfs oder der Beine der Wildschweine zu begünstigen. Nur in seltenen Fällen muss ein Maschendraht installiert werden. Sollte dies der Fall sein, genügt eine Höhe von 120 cm um Wildscheine fernzuhalten – ein gewöhnlicher Maschendraht des Typs « Ursus schwer »muss jedoch unbedingt 50 cm eingegraben
werden. Dies ist nicht der Fall mit einem gespannten Maschendraht der neuen Generation wie zum Beispiel das Modell « Cyclone »
Vorsicht:
• Beim Einzäunen der Flächen die Wildschweine nicht im Zaun einsperren !
• Nur Flächen einzäunen die alljährliche Schäden aufweisen !
• Genügend Abstand zu Wald, Strassen undGewässern respektieren !
• Flusspfade nicht unterbrechen oder Alternative anbieten !
Besonderheiten bei Schutzzäunen gegen Wildtiere
Spannung : 4000 bis 5000 Volt
Wildtiere haben oft ein dichteres Fell als unsere Nutzt- und Haustiere. Deshalb muss die Spannung dementsprechend hoch sein. Der erste elektrische Schlag muss stark genug sein um bei den Tieren einen andauernden abschreckenden Effekt zu bewirken.
Pfostenmaterial : Glasfasern, Plastik, Holz,
Metall
Verschiedene Materialien sind gut miteinander kombinierbar. Die Distanz zwischen zwei Pfosten sollte 10 Meter nicht überschreiten. Bei zu großem Abstand können die Leiter nicht genügend gespannt werden.
Stromleiter : Litzen, Bänder, Elektroseile und Drähte
Der visuelle Aspekt der Zäune spielt eine wichtige Rolle. Elektrobänder sind deshalb oft besser geeignet als einfache Drähte. Da diese jedoch eine schwächere Leitfähigkeit besitzen, sollten Bänder mit Elektrodrähten kombiniert werden.
Anzahl, Höhe und Abstand der Leiter : 4-7
Schutzzäune für Tiere die über Zäune zu springen vermögen sollten mindestens 1.30 m - 1.80 m hoch sein. Dabei sollte der Abstand zwischen zwei Reihen höchstens bei 25 cm liegen um zu verhindern dass Tiere zwischen den Drähten hindurchspringen können. Die Distanz vom Boden zur ersten Reihe sollte höchsten 10-15 cm betragen (Vorsicht: um Kontakt dieses niedrigsten Leiters mit der Vegetation zu verhindern sollte diese unter den Zäunen kurz gehalten werden).
Anpassen ans Gelände
Je nach Gefälle des Geländes sollte die Höhe des Zauns angepasst werden. Die Tiere können das Gefälle ausnützen um leichter über einen Zaun zu springen. Deshalb wird empfohlen, den oberen Zaun, je nach Steilheit um 50 cm erhöhen.
